Nützliche Fakten zum Drohnenführerschein ab 2021

Sicher abheben - mit diesen praktischen Tipps rund um den Drohnenführerschein und die neuen Drohnenregelungen!

Vor einigen Jahren brachte man das Wort „Drohne“ noch mit futuristischen Filmen und Regierung in Verbindung. Action, Speed, neue Möglichkeiten – all das und noch viel mehr gehört durch die rasanten Fortschritte der Technik jedoch mittlerweile zur Normalität. Im Prinzip ist es ja nicht schwer eine herkömmliche Drohne abheben zu lassen und damit ein paar Runden zu drehen. Sicherlich haben viele von euch bereits selbst einmal eine Drohne benutzt. Doch seit 31.12.2020 gelten in Österreich neue, europaweit einheitliche Regeln für die Drohnennutzung. Was besagen diese neuen Regeln? Was ändert sich dabei für mich? Außerdem: Wusstet ihr, dass man von nun an einen eigenen Führerschein benötigt, um Drohnen steuern zu dürfen? Wenn ihr Antworten auf diese Fragen sucht seid ihr hier genau richtig!

Warum muss ich meine Drohne registrieren?

Eine der wichtigsten Änderungen ist, dass die bisherigen Bewilligungen der Luftfahrtbehörde durch eine Registrierungspflicht abgelöst werden. Das bedeutet kurzgesagt: ALLE Drohnen müssen vor Gebrauch registriert werden. Ja, dies gilt auch für Fluggeräte mit einem Gewicht von UNTER 250g (Ausnahme sind Spielzeugdrohnen dieser Gewichtsklasse ohne Kamera). Die Anmeldung auf eine Gültigkeitsdauer von 3 Jahren kann man ganz einfach unter www.dronespace.at durchzuführen. Kostenpunkt: € 31,20. Um registrierungspflichtige Drohnen steuern zu dürfen ist ein Mindestalter von 16 Jahren erforderlich. Nach Abschluss der Registrierung erhält man eine Betreibernummer, die zur eindeutigen Identifikation auf den jeweiligen Fluggeräten angebracht werden muss.

Drohnengesetze 2021

Diese Drohnenklassen gibt es

„Open“

Diese Kategorie stellt vermutlich die interessanteste für die meisten User dar. „Open“ trifft auf Fluggeräte unter 25kg zu, die bei direkter Sichtverbindung mit einer maximalen Höhe von 120m geflogen werden. Flüge direkt über Menschen sind tabu.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, unterscheidet man hier, abhängig vom Gewicht, die drei Unterkategorien A1, A2, A3. Detaillierte Informationen dazu findet ihr unter diesem Link.
Da es noch nicht kompliziert genug ist, gibt es zur genaueren Definition der oben genannten „A-Punkte“ noch fünf weitere Kategorien, die CE-Klassen C0-C4, die ihr unbedingt beachten solltet. Genauere Informationen zu diesen Klassen findet ihr unter diesem Link.

„Specific“

Falls eure Drohne unter diese Kategorie fällt seid ihr verpflichtet vor dem Flug eine Bewilligung der Luftfahrtbehörde einzuholen. Bei Genehmigung habt ihr nun die Möglichkeit auf Flüge außerhalb der Sichtweite. Außerdem dürft ihr über besiedelten Gebieten fliegen.

„Certified“

Drohnenflüge dieser Kategorie sind mit bemannten Luftfahrten zu vergleichen. Dazu gehören zum Beispiel Transporte von Personen oder Flüge über Menschenansammlungen mit Drohnen von über drei Metern Größe. Aufgrund der gesetzlichen Umstellung ist eine Bewilligung derartiger Einsätze noch nicht möglich.

Drohnenführerschein Österreich 2021

Der Drohnenführerschein im Detail

Auch hier unterscheidet man zwei unterschiedliche Typen.

1. Kleiner Drohnenführerschein

  • notwendig für den Betrieb aller Drohnen über 250g
  • Online Kurs mit anschließendem Online Test (40 Multiple Choice Fragen)
  • Test und Kurs sind kostenlos, aber Achtung: wie bereits zu Beginn erwähnt, muss man für die Registrierung seiner Drohne allerdings sehr wohl zahlen
  • bei erfolgreichem Abschluss erhält der Betreiber eine Bestätigung des Kenntnisnachweises, die bei jedem Flug mitzuführen ist (digital oder ausgedruckt)
  • man ist berechtigt in allen EU-Mitgliedsstaaten seine Drohne in gleichem Umfang zu betreiben

 

2.  Großer Drohnenführerschein

  • kleiner Drohnenführerschein ist Grundvoraussetzung
  • praktisches Selbsttraining + darauffolgender Theorietest bei einer behördlich anerkannten Stelle
  • Theorietest umfasst 30 Multiple Choice Fragen aus den Themengebieten Meteorologie, UAS-Flugleistung sowie technische und betriebliche Minderung von Risiken am Boden
  • Anmeldung zur Prüfung via Mail an examinations@austrocontrol.at (mind. 10 Tage vor dem gewünschten Termin)

Conclusio

Wenn man erst mal die vielen verschiedenen Einteilungen und Kategorien durchschaut hat, machen die neuen Beschlüsse und vor allem der Drohnenführerschein auf jeden Fall Sinn. Vor allem die Vereinheitlichung der Gesetze auf EU-weiter Ebene erspart den Piloten viele Komplikationen. 

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass diese Sache mit Corona möglichst schnell vorübergeht und wir die Lufträume der EU mit unseren Drohnen, leichter denn je, erobern können!

Übrigens: Wir von Fraem filmen ebenfalls regelmäßig mit Drohnen. Ihr könnt euch gerne auf unserem Portfolio selbst ein Bild davon machen.

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